GTI: Auto und mehr. Neue Wege bei der Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden

Qualifizierungssystem begleitet junge Fahrerinnen und Fahrer während ihrer gesamten Ausbildungszeit

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Junge Verkehrsteilnehmer sind im Vergleich zu den übrigen Altersgruppen überproportional häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. Diese Unfälle erzeugen großes menschliches Leid. Ausbildungsbetriebe erleben dies oft hautnah mit. Der DVR hat gemeinsam mit der Hütten- und Walzwerks-BG und ThyssenKrupp-Steel ein Konzept für die Verkehrssicherheitsarbeit mit Auszubildenden entwickelt, bei dem neue Wege beschritten werden.

Verkehrsausbildung

GTI: Auto und mehr
ist ein Qualifizierungssystem für junge Fahrerinnen und Fahrer, in dem die Auszubildenden während ihrer gesamten Lehrzeit mit dem Thema "Verkehrssicherheit" konfrontiert werden. Dabei werden Seminare und Trainings mit computerbasiertem Lernen und Projektarbeit kombiniert. Der Themenbereich "Mobilität und Verkehrssicherheit" wird somit zu einem konstanten Inhalt der Ausbildung. Zudem bietet diese Vorgehensweise die Möglichkeit, immer wieder zu reflektieren, was sich im zurückliegenden Zeitraum ereignet oder verändert hat, welche Erfahrungen die Jugendlichen gemacht und welche Konsequenzen bzw. Lehren sie daraus gezogen haben.

Die einzelnen Buchstaben im Namen "GTI" bedeuten: Gesundheitsförderung, Teambildung und Identitätsstärkung. Im Qualifizierungssystem wurden bewährte Bausteine der Verkehrssicherheitsarbeit, beispielsweise der Azubi-Baustein "Alles im Griff?" und das Pkw-SHT, integriert. Es wurden aber auch neue Formen der Verkehrssicherheitsarbeit entwickelt. Dazu gehört neben der Projektarbeit ein interaktives, computerbasiertes Trainingsprogramm (CBT). Die Verknüpfung von Seminaren, Trainings, CBT und Projektarbeit bietet die Gewähr für einen abwechslungsreichen und effektiven Lernprozess. Die jeweiligen Vorteile der einzelnen Arbeitsformen werden so optimal genutzt.

Schüler bei der Plakaterstellung

Das Trainingsprogramm, Kernstück des Qualifizierungssystems, steht als CD-ROM und als Web-Fassung zur Verfügung. Es kann somit auch in ein firmeneigenes Intranet integriert werden. Hierdurch ergeben sich weitere Nutzungsmöglichkeiten. Das Programm enthält insgesamt fünf Kapitel, darunter auch eines zum innerbetrieblichen Verkehr. Die einzelnen Kapitel schließen jeweils mit einem "Checkpoint" ab, einem Test zur Lernerfolgskontrolle. Darüber hinaus gibt es einen umfangreichen Service- und Informationsteil, den die Auszubildenden je nach Interesse nutzen können.

Das Qualifizierungssystem GTI: Auto und mehr ist flexibel und kann betriebliche und regionale Besonderheiten berücksichtigen. In der beigefügten Tabelle wird ein Umsetzungsbeispiel für eine zweieinhalbjährige Ausbildungszeit vorgestellt. Als zeitlichen Umfang werden pro Halbjahr 6 bis 8 Unterrichtsstunden angesetzt, die durch Präsenzveranstaltungen, Projekt- und Einzelarbeit gefüllt werden. Die Abfolge der Veranstaltungen berücksichtigt den steigenden Grad der Motorisierung, der mit zunehmendem Lebensalter der Auszubildenden zu erwarten ist.

Azubis an einer Flipchart

Auch wenn auf externe Moderatoren und Referenten zurückgegriffen wird, verbleibt die "Planungshoheit" für das Qualifizierungssystem bei dem Betrieb. Mit GTI: Auto und mehr kann der Betrieb eine kontinuierliche Begleitung der Auszubildenden in der kritischsten Phase ihrer Mobilitätsentwicklung sicherstellen. Anhand eines ausführlichen Leitfadens, in dem das Konzept vorgestellt und Hinweise zur Durchführung gegeben werden, können sich interessierte Betriebe über den Ablauf des Qualifizierungssystems informieren. Leitfaden und CD-ROM können gegen eine Schutzgebühr von 18,-- € zuzüglich MWSt. beim DVR bestellt werden, jede weitere CD (nur in Verbindung mit einem Leitfaden) für 2,-- Euro (Mindestmenge 10 CD).

Ansprechpartner beim DVR:
Referat Aus- und Weiterbildung, Jochen Lau, Telefon: 0228-4000142, E-Mail: jlau@dvr.de

 

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